Zahnärztliche Schlafmedizin

Schnarchen und obstruktive Schlafapnoe gehören zu den häufigen, aber oft lange unentdeckten Schlafstörungen. Viele Betroffene merken selbst zunächst nur, dass sie morgens nicht erholt aufwachen, sich tagsüber müde fühlen oder an Konzentration verlieren, während die nächtlichen Atemaussetzer unbemerkt bleiben. Unbehandelt kann das nicht nur die Lebensqualität deutlich mindern, sondern auch die Gesundheit belasten und das Risiko für Folgeerkrankungen erhöhen.

Schnarchen

Schnarchen entsteht, wenn sich die Muskulatur im Rachenraum während des Schlafs entspannt und die Atemwege dadurch enger werden. Die Luft strömt dann mit höherer Geschwindigkeit durch den verengten Bereich, wodurch die weichen Strukturen zu vibrieren beginnen. Eine Unterkieferprotrusionsschiene kann den Unterkiefer sanft nach vorne verlagern, den Rachenraum öffnen und Schnarchgeräusche deutlich reduzieren.

Obstruktive Schlafapnoe (OSA)

Bei der obstruktiven Schlafapnoe kommt es zusätzlich zu wiederholten Atemaussetzern im Schlaf. Das kann den Schlaf massiv stören und tagsüber zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, Kopfschmerzen und einer deutlichen Einschränkung der Leistungsfähigkeit führen. In diesen Fällen kann eine Unterkieferprotrusionsschiene eine wirksame zahnärztliche Alternative oder Ergänzung zur CPAP-Therapie sein, insbesondere bei leichten bis mittelgradigen Formen.

Unser Ablauf

Vor Beginn der Behandlung stimmen wir uns eng mit dem behandelnden Schlafmediziner ab. Anschließend erfassen wir Ober- und Unterkiefer digital und bestimmen mithilfe einer Funktionsanalyse die optimale nächtliche Unterkieferposition. Auf dieser Grundlage wird im Dentallabor Ihre individuelle Schiene gefertigt, die wir nach dem Einsetzen sorgfältig kontrollieren und bei Bedarf schrittweise feinjustieren.

Ihr Vorteil

Die Unterkieferprotrusionsschiene ist transparent, maßgefertigt und im Schlaf deutlich angenehmer zu tragen als eine Atemmaske. Sie kann Schnarchen und Atemaussetzer wirksam reduzieren, verbessert oft die Schlafqualität und wird von vielen Patientinnen und Patienten sowie deren Partnerinnen oder Partnern als deutliche Entlastung erlebt. Nach der Anfertigung folgt eine mehrwöchige Eingewöhnungs- und Anpassungsphase, damit die Schiene optimal wirkt.

Kostenübernahme bei OSA

Bei einer behandlungsbedürftigen obstruktiven Schlafapnoe kann die Unterkieferprotrusionsschiene unter bestimmten Voraussetzungen von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden. Dafür ist in der Regel eine Überweisung durch einen Schlafmediziner nach vorheriger Diagnostik, etwa mittels Polygraphie, erforderlich. Für primäres Schnarchen ohne obstruktive Schlafapnoe gilt diese Kostenübernahme durch die GKV in der Regel nicht.

Langfristig gut versorgt

Unser Ziel ist eine Versorgung, die medizinisch sinnvoll, individuell angepasst und im Alltag gut verträglich ist. Mit einer präzise gefertigten Unterkieferprotrusionsschiene schaffen wir eine moderne Lösung für ruhigeren Schlaf, bessere Atmung und mehr Lebensqualität.

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